Aktuell
Rückblick
18.09.2016 bis 13.11.2016
Ausgedacht & handgemacht. Theaterfiguren & ihre Schöpfer.
Begleitausstellung zum 4. Figurentheaterfestival Lübeck
Dulcinella
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Zehn spannende Figurengestalter und Figurengestalterinnen von heute stehen im Zentrum der Ausstellung. Kristiane Balsevicius, Jürgen Maaßen, Michaela Bartonova, Christian Werdin, das Figurentheater Wilde&Vogel u. a. präsentieren die ganze Bandbreite der zeitgenössischen Theaterfigurengestaltung in Deutschland. Verschiedene Werkphasen zeigen, wie sich die Künstler und Künstlerinnen weiterentwickeln und welche unterschiedlichen Gestaltungstechniken eingesetzt werden. In den Gastspielen des diesjährigen Figurentheaterfestivals „Figuren Theater Gestaltung“ erleben die ZuschauerInnen für die jeweiligen Inszenierungen gestaltete Figuren im Spiel. Die Künstlerpersönlichkeiten hinter den Figuren zeigt das Museum.

05.06.2016 bis 04.09.2016
Pinocchio und seine Brüder
Ein Stück Holz wird lebendig
Pinocchio-Marionette
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Die Ausstellung Pinocchio und seine Brüder setzt mit internationalen Leihgaben die Serie der erfolgreichen Sonderausstellungen am TheaterFigurenMuseum Lübeck fort.

Das widerspenstige Stück Holz wird lebendig – Carlo Collodi gestaltete in seinem Roman „Pinocchio“ den Ursprung des Figurentheaters: die Erschaffung und Verlebendigung der Puppe.

Die Ausstellung zeigt Pinocchio als Romanfigur, als Marionette und Handpuppe sowie als Held von Trickfilmen.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Werk des DDR-Puppenspielers Carl Schröder, der sich intensiv mit Pinocchio auseinandersetzte und auch einen DEFA-Film drehte. Schröders Figuren (aus den Sammlungen Dresden und Bad Kreuznach) sowie Ausschnitte des Films werden zu sehen sein.

Collodis Roman inspirierte den russischen Schriftsteller Alexej Tolstoj zu der Geschichte „Das goldene Schlüsselchen“. In Russland gibt es deshalb einen „eigenen“ Pinocchio namens Burattino. Die Verfilmung mit Figuren des berühmten sowjetischen Filmregisseurs Alexander Ptuschko wird in der Ausstellung präsentiert. Die einzigen vier noch erhaltenen Figuren des Films kommen aus Moskau (Museum Sergej Obraszow) als Leihgaben nach Lübeck.

Daneben zeigen wir Ausschnitte aus der Pinocchio-Serie der japanischen Studios Nippon Animation von 1976.

Die Figur des Pinocchio leitet sich aus der Tradition der frechen Figuren im Theater her: in Italien ist es Pulcinella, in Frankreich Polichinelle/Guignol, in Deutschland der Kasper, in England Mr. Punch. Diese Vorläufer sind in der Dauerausstellung zu sehen.

Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Programm für Familien mit Kindern begleitet.

Fotos C Olaf Malzahn

13.11.2015 bis 10.04.2016
Christophe Loiseau. Manipulierte Porträts | Portraits manipulés
Eine Fotoausstellung
Yael Rasooly mit Maske im Gras liegend
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Das TheaterFigurenMuseum zeigt in seiner ersten Fotoausstellung den französischen Künstler Christophe Loiseau mit seiner Serie „Manipulierte Porträts | Portraits manipulés“. In dieser Serie hat der Fotograf gemeinsam mit internationalen Puppenspielerinnen und Puppenspielern spannende Porträt-Geschichten inszeniert. Es ist die erste Ausstellung von Christophe Loiseau in Deutschland. Sie steht unter der Schirmherrschaft des französischen Generalkonsuls in Hamburg, Serge Lavroff.

15.03.2015 bis 30.09.2015
Sapperlot! Der Räuber Hotzenplotz auf Achse
Eine Ausstellung mit Theaterfiguren nach Otfried Preußler
Sapperlot! Der Räuber Hotzenplotz auf Achse
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Ab 15. März 2015 zeigt das TheaterFigurenMuseum eine Sonderausstellung mit Theaterfiguren zu den Werken des Kinderbuchautors Otfried Preußler. Otfried Preußler (1923-2013) ist einer der populärsten Kinder­buchautoren Deutschlands und fast jeder kennt „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die kleine Hexe“ oder „Der kleine Wassermann“.

Der Räuber Hotzenplotz ist berufsbedingt wie seine Kolleginnen und Kollegen als Theaterfigur ständig auf Achse und unterwegs – nun macht er bis zum 30. September Station im TheaterFigurenMuseum Lübeck. Die Preußler-Protagonisten stellen sich als fantasievolle Handpuppen, Marionetten, Stab- und Großfiguren vor.

Mehr als ein Dutzend Figurensätze, die die Vielfalt der Um­setzungen der Preußler-Geschichten in Theater­­stücke veran­schaulichen, wurden für diese Ausstellung zusammengetragen. So gibt es unterschiedliche Ins­zenierungen von „Der Räuber Hotzenplotz“. Außerdem werden die berühmten Figuren der Verfilmung von „Der starke Wanja“ von Prof. Albrecht Roser zu sehen sein. Weiterhin gibt es beein­druckende Figuren der „Krabat“-Inszenierung des Düsseldorfer Marionettentheaters. Und die Originalmarionette des legendären „Kater Mikesch“ der Augsburger Puppenkiste darf natürlich auch nicht fehlen!

06.07.2014 bis 31.12.2014
Xaver Schichtls Marionettenvarieté: Feinstes und vornehmstes Familientheater
Xaver Schichtls Marionettenvarieté: Feinstes und vornehmstes Familientheater
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Hochverehrtes Publikum! Treten Sie näher und lassen Sie sich begeistern!

Akrobaten, Artisten, Zauberkünstler und Clowns gehören zu den großen Stars der Varietébühnen. Zur Hochzeit des Varietés wurden auch Marionetten zur Sensation. In unserer neuen Ausstellung führen wir Sie zurück in die Goldenen Zwanziger und präsentieren ausgewählte „Varieté-Stars“ der berühmten Marionettenbühne Schichtl.

Trickfiguren wie der chinesischen Kugelläufer, der von fünf Spielern geführt wurde und eine tanzende Mickey Maus treffen auf Mr. Shelton, den Trompeter auf Stelzen und eine orientalische Bauchtänzerin. Zum internationalen Marionetten-Ensemble gehören zudem russische Tänzer und ein Afro-Amerikanischer Jazz-Trompeter. Außerhalb der Bühne wird die Werkstatt-Atmosphäre der Puppenspieler mit Requisiten, alten Werkzeugen und anderen nützlichen Objekten, etwa zum Bau einer Marionette, eingefangen. Mit historischen Dokumenten und Fotoaufnahmen vermittelt die Ausstellung das schillernde Leben der Jahrmarktskünstler.

Wer sind die Schichtls?

Als weitverzweigte Schaustellerfamilie repräsentieren die Schichtls eine Ära des Marionettenspiels in Deutschland und Europa, die sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Über Jahrhunderte hinweg war die Familie Schichtl auf internationalen Jahrmärkten vertreten. Franz August, der Vater von Xaver Schichtl, legte sich 1901 ein „Marionetten- & Varieté-Theater“ zu und führte es, bis er sich 1913 aus diesem Geschäft zurückzog. Er blieb in München und bereiste bayerische Volksfeste. Die berühmte Zugnummer der Schichtls, „Die Enthauptung einer lebenden Person mittels Guillotine“ wird heute noch auf dem Münchener Oktoberfest gezeigt. Franz August hatte neun Kinder. Sein Sohn Xaver (1888-1965) führte das „Marionetten & Varieté-Theater“ seines Vaters fort.

Xaver Schichtls Erfolgsrezept

Xaver Schichtls Programm genoss zur Hochzeit des Varietés einen erstklassigen Ruf. Auf clevere Weise nutzte er den Bildungsdurst des Bürgertums für das Geschäft und für seine Kunst und machte sein Marionettentheater zu einer guten Adresse für die adäquate Unterhaltung und Bildung vornehmer Familien, die Jahrmärkte aus Angst vor Läusen und Prügeleien ansonsten eher mieden. Vor allem die Themen seiner Stücke prägten den Erfolg seines Theaters, denn insbesondere die feinen Familien konnten sich mit den dargestellten Dramen identifizieren. Mit dem Werbeslogan „Vornehmstes Familientheater“ traten die Schichtls auch in Lübeck und in den Bädern der Ost- und Westküste von Schleswig-Holstein auf.

06.04.2014 bis 09.06.2014
Adolph Friedländer
Lithographien und Plakate
Adolph Friedländer
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Menschen, Tiere, Sensationen – in einer Zeit ohne Kino, Rundfunk und Fernsehen waren Plakate das modernste und wirksamste Mittel der Massenwerbung. Der Hamburger Adolph Friedländer war Ende des 19. Jahrhunderts einer der bekanntesten Plakat-Lithographen. Zwischen 1872 und 1935 produzierte die Friedländer- Druckerei über 9000 Plakate, die vor allem für Zoos, Zirkuskünstler und Varietétheater warben. Zu den Kunden gehörten auch der Zirkus Hagenbeck und das Marionetten-Varietétheater Schichtl.

Das TheaterFigurenMuseum verfügt über einige dieser Schichtl-Plakate. 110 Jahre nach dem Tod Adolph Friedländers, dem „König der Lithographen“, werden sie gemeinsam mit einer Auswahl verschiedener Zirkus- und Jahrmarktsplakate in einer Sonderausstellung gezeigt.

17.11.2013 bis 16.02.2014
Schweben - Träumen - Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten
Wanderausstellung des Finnland-Instituts in Deutschland
Schweben - Träumen - Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten
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„Eine liebenswerte, unheimliche, aufregende Welt“ – so beginnt das Buch „Mumins lange Reise“, das 1945 erschien. Diesen Winter kann man im TheaterFigurenMuseum in einer Mitmachausstellung in die wunderbare Welt der Mumin-Trolle eintauchen.

Die Mumins leben im idyllischen Mumintal irgendwo in Finnland. In ihren Geschichten erleben sie Abenteuer und Missgeschicke, kehren aber immer wieder glücklich in ihr Tal zurück. Dort herrscht eine Atmosphäre der gegenseitigen Toleranz: Gefühle, Freundschaft, Freiheit und Glückseligkeit, aber auch Angst und Einsamkeit spielen eine große Rolle.

Die finnlandschwedische Schriftstellerin Tove Jansson erfand die nilpferdartigen Trollwesen und schrieb und illustrierte zwischen 1945 und 1970 neun Mumin-Bücher. Die Mumin-Geschichten erfreuen sich dank der liebenswerten und humorvollen Charaktere weltweit großer Popularität, wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und sichern Tove Jansson einen Platz unter den bekanntesten skandinavischen Schriftstellern.

Im Zentrum der Ausstellung steht ein für Kinder begehbares Muminhaus, durch dessen Fenster man Einblicke in die Muminwelt erhält. Die ausgestellten Bilder basieren auf den Geschichten der finnlandschwedischen Autorin. Ein kleines Handpuppentheater, das Abenteuer-Boot der Mumins, Mumin-Figuren, und eine Lese- und Malecke laden zum Stöbern, Ausprobieren und Verweilen ein. Die Mumin-Figuren zum Anfassen, die Accessoires und Mumin-Reliefbilder bieten insbesondere für Kleinkinder und Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit interessante Materialien zum Ertasten, wodurch man die verschiedenen Eigenschaften der Mumin-Figuren fühlen und miterleben kann.

Für die Mumin-Ausstellung gelten folgende Öffnungszeiten:

Freitag – Sonntag 11 – 17 Uhr, Schulklassen und Kitagruppen nach Vereinbarung

Unsere Dauerausstellung ist von Dienstag bis Sonntag von 11-17 Uhr geöffnet.

28.06.2013 bis 31.10.2013
Die Augsburger Puppenkiste : Stars an Fäden zu Gast in Lübeck
Die Augsburger Puppenkiste : Stars an Fäden zu Gast in Lübeck
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Verlängert bis zum 31. Oktober 2013!„Eine Insel mit zwei Bergen und dem tiefen weiten Meer…“. Wenn sich die Türen der Puppenkiste öffnen, schlagen die Herzen höher. Wer erinnert sich nicht an die Helden der Augsburger Puppenkiste? Das beliebte Urzeittier Urmel, die Mumins, Monty Spinnerratz und Jim Knopf? Selten ist es einem Kinderprogramm gelungen, Erwachsene und Kinder gleichermaßen derart zu begeistern. In diesem Jahr feiert das berühmte Marionettentheater seinen 65. Geburtstag und das TheaterFigurenMuseum feiert mit.Vom 28. Juni bis zum 30. September sind die Augsburger Stars in einer Sonderausstellung zu sehen. Kleine und große Besucher können die berühmten Figuren in der Altstadt bewundern und die Welt hinter den Kulissen kennen lernen.Besuchen Sie das original Urmel im TheaterFigurenMuseum!Erinnern Sie sich an das kleine Urmel, das die Bewohner der Insel Titiwu in der ersten Folge von „Urmel aus dem Eis“ nach dem Schlüpfen aus dem Ei in Entzücken versetzt? Nachdem Wawa und Ping Pinguin das Ei aus der Eiszeit ausbrüteten, schlüpft das Urmel an einem Mittwoch um zehn Uhr fünfunddreißig. Professor Habakuk Tibatong ruft den berühmten Satz: „Oh ja, oh ja! Kein Zweifel, es ist ein Urmel! Was für ein Wunder.“.Dieses „kleine Wunder“ ist nun in unserer Ausstellung zu sehen!In Lübeck ist ein Schatz versteckt. Wer macht sich auf die Suche und findet ihn?Geocaching ist eine elektronische Schnitzeljagd. Während der Laufzeit unserer Ausstellung mit der Augsburger Puppenkiste haben wir einen Schatz versteckt. Der erste Hinweis befindet sich hier.
15.02.2013 bis 12.05.2013
Knete, Draht und Kamera
Animations- und Puppentrickfilm
Knete, Draht und Kamera
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Das Spiel mit Theaterfiguren hat seit den 20er Jahren den Film und später das Fernsehen geprägt. Das TheaterFigurenMuseum und das Figurentheater Lübeck beschäftigen sich von Februar bis Mai intensiv mit Animations- und Puppentrickfilmen und blicken hinter die Kulissen moderner und klassischer Trickfilmproduktionen.

Kultfiguren aus Film und Fernsehen zu Gast im TheaterFigurenMuseum vom 15. Februar bis 12 Mai

Im TheaterFigurenMuseum werden bekannte Figuren aus klassischen und modernen Trickfilmen gezeigt. Neben Figuren aus „Zwerg Nase“, dem neuen „Sandmännchen“ wartet Michael Ballack auf große und kleine Fußballfans. Die gesamte Mannschaft der „Deutschen Elf Backstage“ und weitere Kultfiguren sind in Kurzfilmen in der Ausstellung zu sehen.

Trickfilmtage im Figurentheater Lübeck vom 15. bis 17. Februar

Filmemacher und Fachleute geben am Freitag, den 15. Februar spannende Einblicke zum Making Of von „Shaun das Schaf“, dem Musikvideo „ZeiDverschwaendung“ der Band „Die Ärzte“ oder über die Geschichte des HB Männchens. Studenten der Kunsthochschule Kassel zeigen am Samstag, den 16. Februar ihre Studienarbeiten, die bereits zum Teil mit Filmpreisen ausgezeichnet wurden. Jim Lacy, einer der bedeutendsten Trickfilmer Deutschlands, erläutert den Einsatz von Marionetten im Trickfilm.

Moderation

Freitag: Dr. Christoph Bungartz, NDR

Samstag: Jim Lacy, Jurymitglied »Nordische Filmtage 2012«

13.07.2012 bis 21.10.2012
Im Reich der Schatten - Chinesisches Schattentheater trifft Peking-Oper
Unter der Schirmherrschaft der UNESCO
Im Reich der Schatten - Chinesisches Schattentheater trifft Peking-Oper
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Seit Jahrtausenden spiegeln die Aufführungen des Schattentheaters und der Peking-Oper die Kulturgeschichte Chinas wider. In der vorwiegend leseundkundigen Bevölkerung waren die symbolstarken Theaterformen für die mündliche Kulturtradition von großer Bedeutung. Heute zählen beide Volkskünste zu den Meisterwerken des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit und stehen unter dem Schutz der UNESCO.

Das Schattentheater ist für China das, was die Grimmschen Märchen für unseren Kulturkreis bedeuten. Es handelt sich um eine ernsthafte dramatische Kunst, die einst in Stunden dauernden Vorführungen auf einem ca. 1,5 x 2 m großen Schirm aus Maulbeerpapier die existenziellen Fragen menschlichen Lebens von Liebe, Treue, Verrat, Freundschaft, Hass und Tod verhandelte. Im alten China war diese Volkskunst weit verbreitet und der meist lese- und schreibunkundigen Landbevölkerung eine willkommene und geschätzte Unterhaltung. Im modernen China machen ihr Massenmedien und die Orientierung auf den westlichen Lebensstil das Überleben schwer.

Bereits seit Ende des vergangenen Jahrhunderts ist das chinesische Schattentheater vor allem in Refugien zu finden. Zu diesen Refugien gehört auch das TheaterFigurenMuseum Lübeck, das in seinem großen Fundus chinesischer Theaterfiguren, Musikinstrumente, Theaterkulissen und Requisiten zahlreiche Schattenfiguren bewahrt. Etliche davon sind über 100 Jahre alt und viele sind von großen Meistern hergestellt worden. Rund 60 dieser Figuren aus den Sammlungen Fritz Fey und Luise Thomae sind in der Ausstellung „Im Reich der Schatten – chinesisches Schattentheater trifft Peking-Oper“ zu sehen. Darunter befinden sich Raritäten aus der Zeit der chinesischen Kulturrevolution von 1966-1976, die in Verbindung mit Filmen, Fotografien und Requisiten die verschiedenen Facetten des Schattentheaters widerspiegeln.

Das Schattentheater steht in enger Beziehung zur Peking-Oper, denn sowohl die „Roben“ der Figuren als auch die vorgetragenen Stücke sind zu einem großen Teil Übernahmen aus der Oper. Die Ausstellung zeigt neben den Schattenfiguren seltene Peking-Oper Roben von 1930. Die Verwendung der Farben unterliegt einem strengen Reglement, sodass Besucher der Peking-Oper die Charaktere der Spieler an den Farben erkennen: Gelb gehört zum Kaiser, rot steht für aufrechte, loyale Charaktere, weiß für würdevolle, gebildete Personen und schwarz ist die Farbe einfacher Figuren.

Sowohl das chinesische Schattentheater (November 2011) als auch die Peking-Oper (November 2010) sind von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt worden. Die Ausstellung und die Veranstaltungen tragen zur Vermittlung und Förderung dieser bedrohten Kunstformen sowie zur Erhöhung ihres Bekanntheitsgrades in Deutschland bei. Wir freuen uns ganz besonders, dass die UNESCO die Schirmherrschaft für unsere Sonderausstellung „Im Reich der Schatten“ übernommen hat.

Die Ausstellung wurde mit dem renommierten Sinologen Dr. Rainald Simon aus Frankfurt und dem aus Tianjin in China stammenden Künstler Xiaomin Liu vorbereitet und geplant. Begleitveranstaltungen finden in Verbindung mit dem UNIMA (Union International de la Marionette) Weltkongress in Chéngd? im Figurentheater Lübeck statt. Bei der Lübecker Museumsnacht am 25. August wird eine Gruppe Löwentänzer aus Schleswig Holstein auftreten, die eine weitere traditionelle chinesische Volkskunst vorstellen wird. Im Rahmen des Schleswig Holstein Musikfestivals tritt das Schattenensemble Laoqiang aus China parallel zur Ausstellung in mehreren Städten in Norddeutschland auf. „Im Reich der Schatten“ ist eine von drei Ausstellungen, die in Lübeck im Kultursommer China zu sehen ist. Begleitend zur Ausstellung ist ein ausführlicher Katalog erschienen.

05.02.2012 bis 07.07.2012
Fundsache Kramer
++entdeckt++erkundet++entwickelt++
Fundsache Kramer
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Harry Kramer „Ein Frisör aus Lingen“

* 25. Januar 1925 in Lingen (Ems); † 20. Februar 1997 in Kassel

Der Tänzer, Künstler und Professor für Bildhauerei an der Kasseler Kunstakademie wurde als Vertreter der Kinetischen Kunst und als Teilnehmer der documenta III 1964 international bekannt. Inspiriert von Oskar Schlemmer und Jean Tinguely baute er diverse Figuren und Skulpturen, die er zum Teil in seinen preisgekrönten Filmen in Szene setzte.

In der Sammlung Fritz Fey des TheaterFigurenMuseums befinden sich 17 im Werkverzeichnis verschollen geglaubte Figuren des Künstlers, die nun in der Sonderausstellung „Fundsache Kramer“ zu sehen sind. Weitere Skulpturen wie der "Schlappe Reifen", eine Porträtfigur von Harry Kramer aus Pappmaschee sowie eine Figur aus dem Projekt „Kinderlieder“ wurden als Leihgabe angeworben.

Die Ausstellung wird durch drei Hörstationen und einen Film ergänzt. In einem Interview erzählt Günter Grass von seiner Bekanntschaft mit Harry Kramer und dem Einfluss der Skulpturen auf die Werke „Die Blechtrommel“ und „Hundejahre“.

Begleitend zur Ausstellung sind diverse Publikationen wie eine Broschüre und der Film "Harry Kramers Mechanisches Theater" von Fritz Fey erhältlich.

"function: mensch": Am 30. Juni präsentieren die Studenten der Hochschule "Ernst Busch" Berlin und der Musikhochschule Stuttgart ihre Performance "function: mensch", die in Anlehnung an das Mechanische Theater von Harry Kramer entstanden ist.

01.01.2012 bis 31.01.2012
Unser Exponat des Monats
Unser Exponat des Monats
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Die Sammlung Fritz Fey zählt mehr als 30.000 Exponate von internationaler Bedeutung. Jeden Monat stellen wir eine Figur aus unserem Bestand als "Exponat des Monats" vor und präsentieren die Vielfalt eines ungehobenen Schatzes. Unsere Lieblinge im Januar: Handpuppen, Südchina, um 1900 Die Handpuppen stammen aus der Provinz Guangdong im Süden der Volksrepublik China. Traditionell sind chinesische Handpuppen meist ca. 25 cm lang, der Kopf misst ca. 10 cm. Sie ähneln im Aufbau den Stockpuppen, haben anders als diese jedoch Füße. Der Zeigefinger des Puppenspielers steckt im Kopf, sein Daumen in der linken Hand, der kleine Finger in der rechten Hand der Puppe. Das Handpuppentheater wurde der Überlieferung nach während der Ming-Dynastie in der Provinz Fuzhou von dem erfolglosen Studenten Liang erfunden. Da ihm die bis dahin üblichen Marionetten und Stockpuppen zu steif und zu schwierig zu manövrieren waren, zog er kurzerhand aus Stockpuppen die Stäbe heraus, vergrößerte die Löcher und fuhr mit den Fingern hinein.Der Museumsgründer Fritz Fey erwarb die Figuren zusammen mit einer Bühne Ende der 70er Jahre in Hongkong in einem Antiquitätenladen. Sie gehört zu den ersten bedeutenden Fundstücken der Sammlung Fey.
01.12.2011 bis 31.12.2011
Unser Exponat des Monats
Unser Exponat des Monats
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Die Sammlung Fritz Fey zählt mehr als 30.000 Exponate von internationaler Bedeutung. Jeden Monat stellen wir eine Figur aus unserem Bestand als "Exponat des Monats" vor und präsentieren die Vielfalt eines ungehobenen Schatzes. Unsere Lieblinge im Dezember: Spejbl und Hurvínek, Tschechien, Anfang 20. Jahrhundert.

Spejbl und Hurvínek sind die zwei berühmtesten Marionetten des tschechischen Puppenspielers Josef Skupa (* 16. Januar 1892 † 8. Januar 1957). Die Stücke um Vater Spejbl und seinen vorlauten, aber aufgeweckten Sohn Hurvínek sind eine Mischung aus groteskem Humor und Alltagssatire. Skupa übte mit den Marionetten Kritik an den deutschen Besatzern, was im Januar 1944 zu seiner Verhaftung und Verurteilung wegen antifaschistischen Widerstands führte. Die Nazibehörden schlossen sein Theater. Im Februar 1945 gelang Skupa die Flucht aus dem brennenden Gefängnis in Dresden, und er eröffnete das Marionettentheater Spejbl und Hurvínek in Prag neu. Binnen kurzer Zeit erlangte es Weltruhm, und Spejbl und Hurvínek wurden eines der populärsten Theaterpaare.

Bis heute spielen neben den zwei Hauptcharakteren Hurvíneks Freundin Mánicka, Hund Žeryk und Spejble’s Frau Katerina am Spejbl und Hurvínek Theater in Prag und gastieren auf der ganzen Welt.

11.11.2011 bis 30.11.2011
Unser Exponat des Monats
Unser Exponat des Monats
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Die Sammlung Fritz Fey zählt mehr als 30.000 Exponate von internationaler Bedeutung. Jeden Monat stellen wir eine Figur aus unserem Bestand als "Exponat des Monats" vor und präsentieren die Vielfalt eines ungehobenen Schatzes. Unser Liebling im November: Junge und Elefant aus Myanmar, Ende 19. Jahrhundert.

Das Marionettentheater findet in Myanmar bereits im 15. Jahrhundert erste schriftliche Erwähnungen. Lange Zeit hatte es hier einen höheren Stellenwert als das Theater mit menschlichen Akteuren und ist auch am königlichen Hofe beliebt. Das Marionettentheater in Myanmar ist ein Tanztheater.

Der beliebte Elefant führt keine Tänze auf, sondern macht nur einige tapsige Schritte zum Takt der Musik. Mit seinem Rüssel kann er die tollsten Kunststücke machen und mit den Ohren wackeln, was vor allem Kindern gut gefällt. Die Elefantenmarionette wird oft von zwei Puppenspielern geführt. Sie ist innen hohl. Der freundlich blickende junge Mann ist aus Holz geschnitzt. Marionetten werden durch Musik, Gesang und Dialog charakterisiert. Ihrem Äußerlichen kommt dabei nur geringe Bedeutung zu.